Liebe Hundefreunde..
aus der eigenen Praxis als Tierheilpraktikerin möchte ich heute von einer Milbenart sprechen, die leider von Hundebesitzern, Hundesalons und auch von vielen Tierärzten und Labors nicht oder nur selten  erkannt wird.
Zeichen für diesen Milbenbefall sind:
 Der Hund kratzt sich häufig, nagt wie bei Flohbefall, plötzlich auf der Haut, meisst im hinteren Bereich des Körpers oder auch an den Pfoten und Beinen. Er  hat auffällig schuppige, trockene Haut, manchmal auch fettig, viele kleine Rötungen und eine schlechte Fellqualität. Langhaarhunde verfilzen schnell, bilden kleine Filznester, in denen man dann auch vermehrt die Milbe in Form vieler kleiner Schuppen findet. Bei dunklen Hunden schneller zu erkennen , bei hellen Hunden oft schlecht sichtbar. Eher beim Kämmen der Haare mit einer dunklen Papierunterlage.
Tierarztpraxen untersuchen nach Parasiten, finden die kleine Milbe jedoch selten. So wird der Hund häufig gegen Allergien mit Cortison und anderen Haut/ Allergiemedikamenten behandelt.Selbst Labors finden aufgrund von Fellgeschabseln, möglicherweise in falschen Hautregionen, wo sich die Milbe leider gar nicht aufhält, keinen Nachweis, obwohl das einzelne Haar unter dem Mikroskop mit Spinnweben der Milbe benetzt ist, da sie damit ihre kleinen braunen Eier am Haar festkleben. Dieses klinische Bild müßte auch ein Labor erkennen. Leider werden gern leichte Allergiebereitschaften durch qualitaiv mangelhafte Ernährung diagnostiziert, die auch nicht wäre, würde man sein Tier mit einer gesunden naturbbelassenen Ernährung versorgen.
Dazu mehr unter www.petfit-wie-barfen.de

Der unendliche Leidensweg beginnt für Mensch und Hund. Der Juckreiz bleibt, sobald das Cortison abgesetzt wird, meist wird es noch schlimmer, da das Immunsystem des Hundes leidet.
 Es werden Ausschlussdiäten und Speziafutter angeraten, welches den Hund weiter leiden lässt und den Menschen viel Geld kostet.. Dabei bräuchte man nur ein wirksames Milbenmittel.
In diesem Fall auf Ivomeczinbasis. (Wie Stonghold)
 Dieses nach gezielten Studien, allerdings oral  6 x in Abständen von je 14 Wochen ,verabeicht, damit es wirklich gegen die Milbe wirkt. Wichtig dabei ist, die Ampulle mit dem Mittel erst auf ein Stück Brot zu tropfen es ca 20 Min verdunsten zu lassen, um es dann dem Hund zu verabreichen.
All diese Informationen sind in Deutschland fast unbekannt und es ist wichtig, diese Informationen an viele Hundebesitzer, Hundeschulen Hundesalons, Züchter und auch Tierarztpraxen weiter zu geben. Es ist hoher Erklärungs und Aufklärungsbedarf notwendig!!!!!!!!!
Weitere wichtige Aufklärung und eine gezielte Ernährungsberatung unter:  Iris Kamp    Tel  02355-504304 oder email: iriskamp@hotmail.de

Hier nun ein Bericht der Klinik Birkenfeld mit wichtigen Informationn

Was sind Cheyletiellen?


Cheyletiella-Milben sind ansteckende Milben, die verschiedene Tierarten befallen können, denn sie sind wenig wirtsspezifisch: Empfänglich sind Hunde, Katzen und Kleinsäuger (v.a. Kaninchen).

Sie sind Zoonoseerreger, können also Menschen anstecken (etwa jede 4.-5. Kontaktperson). Diese zeigen dann kleine, rote, juckende Stellen an Kontaktstellen mit dem Tier (Arme, Beine, Bauch, Brustbereich etc.). Diese werden oft als Mückenstiche, Neurodermitis, psychogene Dermatitis etc. fehldiagnostiziert.

Da Menschen Fehlwirte sind, entwickeln sich die Milben nicht weiter, die Veränderungen klingen also nach wenigen Tagen ab. Solange aber weiter Milben übertragen werden, treten auch immer neue Hautveränderungen auf.




Wie werden Cheyletiellen übertragen?

Cheyletiellen werden entweder durch direkten Kontakt (hochkontagiös!) oder die Umgebung übertragen. Dabei können sie bis zu 21 Tage in der Umgebung ansteckungsfähig bleiben. Weiterhin wird eine indirekte Übertragung über Flöhe, Fliegen und Läuse diskutiert.


Lebensraum und Entwicklung der Milben

Cheyletiellen leben sehr oberflächlich auf der Haut, die sie zur Aufnahme von Gewebsflüssigkeit durchbohren. Die weiblichen Milben legen Eier, die an die Haare des Wirtstiers angeheftet werden und aus denen sich über Larven- und Nymphenstadium wieder adulte Tiere entwickeln.

Der gesamte Entwicklungszyklus dauert 5 - 6 Wochen und läuft komplett auf dem Wirtstier ab.





Ei (an Haar angeheftet) -> Larve -> Nymphe -> erwachsene Milbe



Milbe mit 2 Eiern


Wie sieht die Cheyletiellose aus?

Typisch für die Cheyletiellose bei Hund und Katze sind leichter bis hochgradiger Juckreiz und Schuppenbildung im Bereich von Rücken, Schultern und der Außenseite der Ohrmuscheln. Im Gegensatz zur Sarcoptesräude bleiben Bauch und Beine normalerweise ausgespart.

Auch bei Cheyletiellose kann sich der Juckreiz nachts und in warmer Umgebung verstärken.

Asymptomatische Carrier (Milbenüberträger, die selbst nicht erkranken) sind bei Cheyletiellen häufig und erklären die weite Verbreitung dieser Milben.

Oft ergeben sich Hinweise für eine Ansteckung des Tieres nach Besuch von Ausstellungen, Hundeplatz, Welpenspielstunde, Hundefriseur, Tierpension, Zukauf eines Kanichens etc., dabei auch nach einem möglichen Kontakt mit einem asymptomatischen Carrier.

Auch nicht sichtbar erkrankte Katzen und Kaninchen im Haushalt sind als Ansteckungsquelle für die übrigen Familienmitglieder nicht zu unterschätzen.


Wie werden die Milben nachgewiesen?

Cheyletiellen sind oft erheblich leichter als Sarcoptesmilben und in großer Zahl nachzuweisen. Gebräuchlich sind die mikroskopische Untersuchung von Hautgeschabseln, Klebebandabklatschen, ausgekämmtem Material oder ausgezupften Haaren. Auch der Nachweis abgeschluckter Milben oder Milbeneier im Kot ist (v. a. bei Katzen) möglich.



Schwerer Befall

Mitunter gelingt auch ihr Direktnachweis auf dem Tier mittels einer starken Lupe.



Bei manchen Rassen lediglich Veränderung der Fellqualität (schlechte Unterwolle)


Wie werden Cheyletiellen behandelt?

Die Behandlung der Cheyletiellose wird nach den gleichen Prinzipien wie die der Sarcoptesräude durchgeführt .. Wichtig ist, die Behandlung des betroffenen Tieres und der Kontakttiere sowie der Umgebung konsequent und lange genug durchzuführen.

Da Cheyletiellen einen ungewöhnlich langen Entwicklungszyklus haben (ca. 6 Wochen im Gegensatz zu etwa 3 Wochen bei den meisten anderen Milbenarten), sollte die Behandlung mindestens über diesen Zeitraum hinweg erfolgen!!



HOME